Mülheim Heute
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20.09.2017
Platzverbote für Dealer?

Köln - Die Polizei will Drogendalern und anderen Straftätern künftig verbieten, sich in bestimmten Stadtvierteln in Köln aufzuhalten. So will die Behörde unter anderem den Drogenhandel auf dem Ebertplatz, am Neumarkt und in der Altstadt stoppen.

Bisher kann die Polizei gegen Dealer und Drogenkonsumenten nur wenig ausrichten. Weil die Täter oft nur geringe Mengen Drogen bei sich haben, werden Strafverfahren rasch wieder eingestellt. Künftig sollen Dealern Betretungsverbote für Orte erteilt werden.

Wenn Täter gegen diese Verbote verstoßen, kann die Polizei sie einsperren und Zwangsgelder verhängen. Ein Test in den Kölner Stadtteilen Porz und Kalk hat gezeigt, dass Betretungsverbote zu einem Rückgang von Kriminalität und Gewalt führen. (WDR)

Kommentar von Schnaps am 20.09.2017

Aller Erfahrung nach treibt man den Drogenhandel so nur von einer Ecke in die andere: Von der Kyffhäuser zum Rudolfplatz zum Ebertplatz zur Altstadt und wieder zurück. Ein Deppenspiel, das die Polizei nicht gewinnen kann und ihr nur wertvolle Arbeitszeit stiehlt. Amerika macht es vor und legalisiert in vielen Staaten Marihuana. Damit wird die Rauschgiftmafia viel effizienter getroffen als mit Platzverboten.

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